Der Fünfliber
Das 5-Franken-Stück ist eine ganz besondere Münze in der Schweiz, aber auch darüber hinaus. Ein besonderes Merkmal ist das Münzdesign, das seit fast 100 Jahren mehr oder weniger unverändert ist. Einzigartig ist aber auch der Wert des Fünflibers an sich. In den meisten Münzsätzen fehlen Münzen mit ähnlich hohem Wert oder vergleichbar hoher Kaufkraft. Und wenige Münzen werden von den Benutzerinnen und Benutzern liebevoll als «Fünfliber», «schnegg», «cent sous» oder «une tune» bezeichnet.
Die ersten im Westen der Schweiz für den Zahlungsverkehr eingesetzten 5-Franken-Münzen waren die französischen 5-Franc-Stücke, die ab 1795 in der Schweiz zirkulierten. Sie entsprachen in bernischer Währung rund 35 Batzen oder 5 Pfund bzw. Livre, worauf die heutige gebräuchliche Bezeichnung «Fünfliber» zurückgeht. Mit der Errichtung des Bundesstaates im Jahr 1848 und der Verabschiedung des Bundesgesetzes über das eidgenössische Münzwesen von 1850 wurden die Grundlagen für den Schweizer Franken geschaffen.


Beschreibung der Münzbilder
Bildseite: Bartlose Männerbüste im Hirtenhemd mit Kapuze von vorn, das Gesicht nach rechts gekehrt. Oben Umschrift CONFOEDERATIO HELVETICA im Halbrund. Unten links klein der Name des Künstlers P. BURKHARD INCT. Perlkreis.
Wertseite: In einem gerundeten Schild das Schweizer Kreuz, flankiert von einem Edelweiss- (links) und einem Alpenrosenzweig (rechts), über dem Schild 5 FR. Darunter die Jahreszahl. Perlkreis.
Randschrift: *** / DOMINUS PROVIDEBIT / **********


