{"id":10759,"date":"2026-06-29T11:45:01","date_gmt":"2026-06-29T09:45:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/?post_type=magazin&#038;p=10759"},"modified":"2026-06-29T11:45:01","modified_gmt":"2026-06-29T09:45:01","slug":"der-fuenfliber","status":"publish","type":"magazin","link":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/magazin\/der-fuenfliber\/","title":{"rendered":"Der F\u00fcnfliber"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column]<div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\">\n<h1>Der F\u00fcnfliber<\/h1>\n<h3>Das 5-Franken-St\u00fcck ist eine ganz besondere M\u00fcnze in der Schweiz, aber auch dar\u00fcber hinaus. Ein besonderes Merkmal ist das M\u00fcnzdesign, das seit fast 100 Jahren mehr oder weniger unver\u00e4ndert ist. Einzigartig ist aber auch der Wert des F\u00fcnflibers an sich. In den meisten M\u00fcnzs\u00e4tzen fehlen M\u00fcnzen mit \u00e4hnlich hohem Wert oder vergleichbar hoher Kaufkraft. Und wenige M\u00fcnzen werden von den Benutzerinnen und Benutzern liebevoll als \u00abF\u00fcnfliber\u00bb, \u00abschnegg\u00bb, \u00abcent sous\u00bb oder \u00abune tune\u00bb bezeichnet.<\/h3>\n<\/div>[vc_row_inner][vc_column_inner]<div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\"><p>Die ersten im Westen der Schweiz f\u00fcr den Zahlungsverkehr eingesetzten 5-Franken-M\u00fcnzen waren die franz\u00f6sischen 5-Franc-St\u00fccke, die ab 1795 in der Schweiz zirkulierten. Sie entsprachen in bernischer W\u00e4hrung rund 35 Batzen oder 5 Pfund bzw. Livre, worauf die heutige gebr\u00e4uchliche Bezeichnung \u00abF\u00fcnfliber\u00bb zur\u00fcckgeht. Mit der Errichtung des Bundesstaates im Jahr 1848 und der Verabschiedung des Bundesgesetzes \u00fcber das eidgen\u00f6ssische M\u00fcnzwesen von 1850 wurden die Grundlagen f\u00fcr den Schweizer Franken geschaffen.<\/p>\n<\/div>[\/vc_column_inner][\/vc_row_inner]<div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple reverse \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5-franken-1850-620x620px.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5-franken-1850-620x620px.jpg\" alt=\"5-Franken\" width=\"620\" height=\"620\"\/><\/picture><\/div><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--right\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><p><strong>1850<\/strong><br \/>\nDie ersten Schweizer 5-Franken-St\u00fccke wurden in Paris gepr\u00e4gt (diese M\u00fcnzen weisen daher das M\u00fcnzeichen \u00abA\u00bb auf). Bei diesen M\u00fcnzen handelte es sich um 25 Gramm schwere und 37 Millimeter im Durchmesser messende Silberm\u00fcnzen. Auf der Bildseite wurde das Motiv der sitzenden Helvetia gezeigt. Die Wertseite wurde wie die 1- und 2-Franken-St\u00fccke ausgearbeitet.<\/p>\n<p><strong>1888<\/strong><br \/>\nAb 1888 zeigte die Bildseite den Kopf der Libertas nach einem Entwurf von Karl Schwenzer. Die Wertseite wurde nach einem Entwurf von Christian B\u00fchler ebenfalls neugestaltet und zeigte einen Schweizer Wappenschild. Diese M\u00fcnzen wurden in Bern gepr\u00e4gt und tragen daher das M\u00fcnzzeichen \u00abB\u00bb.<\/p>\n<p><strong>1922<\/strong><br \/>\nEine erste Version des heutigen Motivs des Alphirten wurde nach einem Entwurf von Paul Burkhard eingef\u00fchrt. Die Wertseite zeigt seither den Wappenschild, eingerahmt von Edelweiss und Alpenrose. Da die neuen Stempel mehrfach ausgebessert werden mussten, wurden die M\u00fcnzen mit der Jahreszahl 1922 erst 1923 gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>1923<\/strong><br \/>\nDie Pr\u00e4gestempel wurden erneut \u00fcberarbeitet. Dabei wurde das Kreuz auf der Wertseite den heraldischen Anforderungen gem\u00e4ss angepasst, die Kreuzschenkel wurden schlanker.<\/p>\n<p><strong>1924<\/strong><br \/>\nPaul Burkhard erstellte neue Modelle, aus \u00ab5 Fr.\u00bb wurde \u00ab5 FR.\u00bb, die Gesichtsz\u00fcge des Hirten wurden markanter und das Relief wurde deutlich verst\u00e4rkt. Da die \u00fcberarbeiteten Stempel erst im Oktober 1924 eintrafen, wurde 1924 noch mit den alten Stempeln gepr\u00e4gt. Die F\u00fcnfliber der Jahrg\u00e4nge 1922 und 1923 wurden sukzessive eingezogen und durch neugepr\u00e4gte M\u00fcnzen ersetzt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5-franken-1926-960x850px.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5-franken-1926-960x850px.jpg\" alt=\"5-FR\" width=\"960\" height=\"850\"\/><\/picture><\/div><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--left\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><p><strong>1927<\/strong><br \/>\nAufl\u00f6sung der Lateinischen M\u00fcnzunion.<\/p>\n<p><strong>1931<\/strong><br \/>\nMit der Revision des M\u00fcnzgesetzes im Jahre 1931 wurde der F\u00fcnfliber \u2013 vormals Kurantm\u00fcnze \u2013 zur Scheidem\u00fcnze degradiert. Der Durchmesser der M\u00fcnze wurde von 37 auf 31 Millimeter, das Gewicht von 25 auf 15 Gramm und der Silbergehalt von 0,900 auf 0,835 reduziert.<\/p>\n<p><strong>1934<\/strong><br \/>\nDie alten 5-Franken-M\u00fcnzen wurden per 1. Februar 1934 ausser Kurs gesetzt.<\/p>\n<p><strong>1968<\/strong><br \/>\nDie 5-Franken-M\u00fcnzen werden neu aus Kupfernickel hergestellt, aber noch nicht herausgegeben.<\/p>\n<p><strong>1969<\/strong><br \/>\nDie 5-Franken-M\u00fcnzen werden noch in Silber gepr\u00e4gt, da ein Wechsel auf Kupfernickel nicht als dringend erachtet wird. Erst als sich der Umlauf durch Sammler stark verknappt, wird der Wechsel zu Kupfernickel definitiv umgesetzt.<\/p>\n<p><strong>1970<\/strong><br \/>\nDurch den R\u00fcckzug des Silbergelds und die Umstellung auf Kupfernickel brach unter der Schweizer Bev\u00f6lkerung eine regelrechte Sammelwut aus. Die f\u00fcr Umstellung auf Kupfernickel ben\u00f6tigten Mengen wurden in der Schweiz (M\u00fcnzzeichen \u00abB\u00bb) und im Ausland (ohne M\u00fcnzzeichen) gepr\u00e4gt. M\u00fcnzsammler sammelten nun beide Varianten, was zu einer weiteren Verknappung der Versorgung mit Hartgeld f\u00fchrte. Um dieser Verknappung entgegenzuwirken, wurde auf das M\u00fcnzzeichen \u00abB\u00bb verzichtet. Da M\u00fcnzsammler nun nicht mehr M\u00fcnzen mit oder ohne M\u00fcnzzeichen sammelten, sondern M\u00fcnzen aller Pr\u00e4gejahre, blieb die erwartete Entspannung der M\u00fcnzknappheit aus.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple reverse \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5franken-960x850px.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/5franken-960x850px.jpg\" alt=\"5fr\" width=\"960\" height=\"850\"\/><\/picture><\/div><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--right\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><p><strong>1971<\/strong><br \/>\nAusserkraftsetzung der zwischen 1931 und 1961 gepr\u00e4gten \u00abkleineren\u00bb Silberm\u00fcnzen.<\/p>\n<p><strong>1982<\/strong><br \/>\nUmstellung von der wechselst\u00e4ndigen Pr\u00e4gung auf die gleichst\u00e4ndige Pr\u00e4gung.<\/p>\n<p><strong>1985<\/strong><br \/>\nUm die Automatensicherheit zu verbessern, wird die erhabene Randschrift ab 1985 durch die vertiefte Randschrift ersetzt.<\/p>\n<p><strong>1986<\/strong><br \/>\nNach 16 Jahren wird das M\u00fcnzzeichen \u00abB\u00bb wieder eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>1991 (und auch 1993)<\/strong><br \/>\nGef\u00e4lschte M\u00fcnzen des Jahrgangs 1991 (und auch 1993) wurden in Umlauf gebracht, noch bevor die Schweizerische Nationalbank die Originale freigab. Daher wurden die Originalm\u00fcnzen zur\u00fcckbehalten und sp\u00e4ter ausschliesslich in M\u00fcnzs\u00e4tzen verkauft. 5-Franken-M\u00fcnzen der Jahrg\u00e4nge 1991 und 1993 sind daher selten und werden f\u00fcr ein Vielfaches ihres Werts gehandelt.<\/p>\n<p><strong>1992<\/strong><br \/>\nDie Buchstaben der vertieften Randschrift werden f\u00fcr eine bessere Lesbarkeit fetter.<\/p>\n<p><strong>1994<\/strong><br \/>\nWegen zahlreicher F\u00e4lschungen wird die vertiefte Randschrift durch die f\u00e4lschungssichere erh\u00f6hte Randschrift ersetzt. Die F\u00fcnfliber mit vertiefter Randschrift werden im Januar 2024 ausser Kraft gesetzt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__image section__image--center intro-animation intro-animation--bottom\"><div class=\"picture_container\"><picture><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/burkhard-960x850px.jpg\"><source media=\"(max-width: 767.98px)\" srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/burkhard-960x850px-768x680.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/burkhard-960x850px.jpg\" alt=\"Paul Burkhards\" width=\"960\" height=\"850\" \/><\/picture><\/div><div class=\"picture_description\">\u00a9 Sincona<\/div><\/div>[vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;]<div class=\"section__image section__image--center intro-animation intro-animation--bottom\"><div class=\"picture_container\"><picture><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/randschrift-960x850px.jpg\"><source media=\"(max-width: 767.98px)\" srcset=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/randschrift-960x850px-768x680.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/randschrift-960x850px.jpg\" alt=\"5fr\" width=\"960\" height=\"850\" \/><\/picture><\/div><\/div>[\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;]<div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\">\n<h3>Beschreibung der M\u00fcnzbilder<\/h3>\n<p><strong>Bildseite:<\/strong> Bartlose M\u00e4nnerb\u00fcste im Hirtenhemd mit Kapuze von vorn, das Gesicht nach rechts gekehrt. Oben Umschrift CONFOEDERATIO HELVETICA im Halbrund. Unten links klein der Name des K\u00fcnstlers P. BURKHARD INCT. Perlkreis.<br \/>\n<strong>Wertseite:<\/strong> In einem gerundeten Schild das Schweizer Kreuz, flankiert von einem Edelweiss- (links) und einem Alpenrosenzweig (rechts), \u00fcber dem Schild 5 FR. Darunter die Jahreszahl. Perlkreis.<br \/>\n<strong>Randschrift:<\/strong> *** \/ DOMINUS PROVIDEBIT \/ **********<\/p>\n<\/div>[\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"template":"","class_list":["post-10759","magazin","type-magazin","status-publish","hentry","thema-wissenswertes"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/10759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/magazin"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/10759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11757,"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/10759\/revisions\/11757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}